Das Landgericht Bonn entschied, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Warnwetter-APP nicht mehr kostenlos anbieten darf. Es handelt sich um eine APP, die einerseits vor Unwettern warnt aber andererseits auch Wetterberichte liefert.

Die private Konkurrenz sah darin allerdings eine steuerfinanzierte Wettbewerbsverzerrung und bekam recht. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die APP nicht lediglich amtliche Warnungen verbreite, sondern auch weitere Informationen über das Wetter liefere. Nach den gesetzlichen Grundlagen müsse auch der Deutsche Wetterdienst hierfür eine Vergütung verlangen, da es sich um eine geschäftliche Handlung im Sinne des deutschen Wettbewerbsrechts handele.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Deutsche Wetterdienst hat noch die Möglichkeit, Berufung einzulegen.