Zwei Schauspieler, die dem „Alten“ über Jahre hinweg als Assistenten dienten, zogen gegen die Nichtverlängerung ihrer Verträge bis vor das Bundesarbeitsgericht. Die Verträge mit der Produktionsfirma bezogen sich jeweils auf einzelne Folgen oder die in einem Kalenderjahr zu produzierenden Folgen.

Mit Befristungskontrollklage wurde die Unwirksamkeit der Befristung des letzten Arbeitsvertrages und zudem eine unzulässige „Kettenbefristung“ geltend gemacht. Recht bekam jedoch die beklagte Produktionsfirma.

Hier sei vor allem der Sachgrund der Eigenart der Arbeitsleistung nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG von Bedeutung. Dem durch die Kunstfreiheit geprägten Gestaltungsinteresse des Arbeitgebers steht das Bestandsschutzinteresse der Schauspieler gegenüber. Hier überwiege laut Bundesarbeitsgericht jedoch das Interesse der Produktionsfirma. Eine Fortentwicklung des Formats durch Streichung einzelner Rollen müsse möglich sein, auch und gerade, wenn diese der Serie eine mitprägende Rolle geben.