Ersatzbeschaffung von Bekleidung muss angemessen sein

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Ersatzbeschaffung von Bekleidung muss angemessen sein

Kommt ein Gepäckstück verspätet am Urlaubsort an, muss die Fluggesellschaft die benötigte Ersatzkleidung grundsätzlich bezahlen. Allerdings muss die Beschaffung angemessen sein.

Im vorliegenden Fall war das Amtsgericht Frankfurt a.M. anderer Ansicht hierüber als der Kläger. Dieser kaufte für über 1.300 Euro auch Schuhe, einen Gürtel und verschiedene Kosmetikprodukte. Er argumentierte, dass er es gewohnt sei, Markenartikel zu tragen, sodass ihm etwas anderes nicht zumutbar gewesen sei. Außerdem benötige er die teureren Kosmetikprodukte aufgrund der Bedürfnisse seiner Kopfhaut, sodass er nicht auf die Hotelprodukte zurückgreifen konnte.

Seine Klage gegen die Fluggesellschaft wurde allerdings abgewiesen. Es müssten nur die Kosten erstattet werden, die von einem wirtschaftlich denkenden und verständigen Menschen in der Situation des Reisenden für zweckmäßig und erforderlich gehalten werden. Neue Schuhe und ein neuer Gürtel zählten nach Ansicht des Gerichts nicht dazu und auch die 22 Kosmetikprodukte seien nicht alle notwendig gewesen.

Folglich wurde dem Kläger nur der Pauschalbetrag von 300 Euro erstattet.