Um diese Frage drehte sich ein Rechtsstreit zwischen der Tierschutzorganisation Peta und dem Fotografen David Slater vor einem US-amerikanischen Bundesgericht. Endgültig entschieden wurde die Frage jedoch nicht, der Prozess endete mit einem Vergleich.

Im Jahr 2011 drückte ein Affe auf den Auslöser Slaters Kamera und fotografierte so sich selbst. Die dadurch entstandenen Bilder wurden auf Wikipedia hochgeladen, woraufhin sich Slater beschwerte. Das Onlinelexikon weigerte sich, die Bilder zu entfernen und begründete dies damit, dass Slater kein Urheberrecht an den Aufnahmen zustehe. Peta verlangte darüber hinaus eine Entschädigung für den Affen, da Slater die Bilder auch auf anderen Plattformen unrechtmäßig vermarktet haben soll.

Der prozessbeendende Vergleich verpflichtet Slater dazu, 25 % der Einnahmen aus dem Verkauf eines Buches mit den Affenfotos für den Erhalt von Makaken-Lebensräumen zu spenden. Slater zufolge erziele er jedoch kaum Einnahmen aus der Vermarktung der Bilder, zudem habe ihn der Prozess finanziell in den Ruin getrieben, weshalb er über einen Jobwechsel nachdenken müsse.

Die Frage nach dem Urheberrecht bleibt weiterhin ungeklärt. Nach dem deutschen Urheberrecht kommen nur natürliche Personen als Urheber in Betracht, Tiere scheiden also aus. Kunstwerke, die Tiere hervorgebracht haben, sind demnach urheberrechtlich nicht geschützt.