Werden bis zu zwei Schaufeln Schnee auf das Nachbargrundstück geschaufelt, ist das noch keine hinreichende Beeinträchtigung des Grundstückeigentums, so das Landgericht München. Die Klage des Grundstückseigentümers auf Unterlassung wurde also abgewiesen.

Im vorliegenden Fall lud der Beklagte häufiger Schnee absichtlich und vor den Augen des Klägers auf dem Nachbargrundstück ab. Der Kläger führte aus, dass es dadurch zu einem Schaden bei ihm komme, da die Begrünung im Frühjahr verspätet einsetzen würde und er zudem den Rollsplit von seinem Grundstück entfernen müsse.

Das Gericht sah, dass das Verhalten des Beklagten durchaus provozierenden Charakter habe. Darüber hinaus habe der Schnee jedoch keine Auswirkung auf die Herrschaftsmacht des Klägers über sein Grundstück. Das Gericht begründete die Entscheidung auch damit, dass witterungsbedingt auch auf dem Klägergrundstück Schnee gelegen habe, sodass durch die bis zu zwei Schaufeln Schnee kein hinreichender Mehraufwand entstanden ist.