Nach einer Abmahnung durch die Verbraucherzentrale sicherte das Unternehmen zu, seine Vertragsbedingungen im Hinblick auf die Rechte seiner Nutzer zu überarbeiten. Die Überprüfung solle insbesondere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen umfassen.

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale kritisierte insgesamt 18 Punkte. Unter anderem müssen sich deutsche Verbraucher damit einverstanden erklären, dass Streitigkeiten nur vor US-amerikanischen Schiedsgerichten geklärt werden dürfen. Zudem wird kritisiert, dass Werbung laut AGB nicht als solche gekennzeichnet werden muss. Außerdem ließe das Unternehmen sich zu weitreichende Nutzungsrechte an den Inhalten der Nutzer einräumen. Auch über die Datennutzung sei nicht ausreichend aufgeklärt worden.

Das vermeintliche Nachgeben von Instagram ist vermutlich auf die Datenschutzgrundverordnung zurückzuführen, die im Mai 2018 wirksam wird und relativ hohe Strafen für Zuwiderhandlungen vorsieht. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass Instagram einzelne Passagen der Datenschutzerklärung überarbeitet und verbraucherfreundlicher gestaltet. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Unternehmen einen neuen Weg sucht, Nutzer weiterhin nicht umfassend über die Datenanalyse zu informieren.