Anton Schlecker nicht zu Haftstrafe verurteilt

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Anton Schlecker nicht zu Haftstrafe verurteilt

Das Landgericht Stuttgart verurteilte Anton Schlecker wegen Bankrotts zu zwei Jahren Haft, allerdings auf Bewährung. Seine Kinder, Lars und Meike Schlecker, wurden zu einer fast dreijährigen Haftstrafe verurteilt.

Laut Gericht habe Anton Schlecker trotz drohender Zahlungsunfähigkeit Geld an seine Kinder verschoben. Diese waren Inhaber des Logistikunternehmens LDG, welches für Schlecker Waren in die Filialen lieferte. Der Stundensatz für diese Leistung war nach Ansicht des Gerichts unangemessen hoch, sodass es sich um eine Vermögensverschiebung handele, die in der beginnenden Krise sogar noch erhöht worden sei. Allerdings wusste Anton Schlecker nach Ansicht des Gerichts erst seit Februar 2011 um die Lage des Unternehmens, sodass der Schaden niedriger ausfiel, als zunächst angenommen.

Für die beiden Kinder kam eine Bewährungsstrafe laut Gericht nicht mehr in Betracht. Sie hatten, kurz vor Stellung des Insolvenzantrags, sieben Millionen Euro auf ihre Privatkonten transferiert und sich nach Ansicht des Gerichts wegen Untreue strafbar gemacht. Eine Revision ist noch möglich, sodass das Urteil noch nicht rechtskräftig geworden ist.